Billige Pension Hamburg

Günstige Pension Hamburg

Sie kaufen dort billige Zigaretten, Benzin und Sex. "Die erste Zuhälterin war meine Mutter." Lkw fahren jetzt über die Autobahn: Was ist aus dem Straßenbild auf der E 55 im tschechisch-deutschsprachigen Grenzraum geworden? Die Freierin, zu der Lucia* ins Fahrzeug eingestiegen war, ist mit ihr aus der Innenstadt gefahren. "Und dann hatte er mit mir aggressive Sex", sagt Lucia.

Hier in Teplice, einer kleinen tschetschenischen Ortschaft nahe der deutschsprachigen Landesgrenze, in einem Gebiet, in dem viele Familien seit vielen Jahren vom Selbstvertrieb lebt.

Da sich die Vergewaltigerin Lucia besser um sich selbst kümmert, sagt sie, geht sie jetzt nur noch in die Pension. Für die Kunden bedeutet das zehn Euros mehr. In Teplice trug sie die Strassenuniform der Frauen: Hotpants und glitzerndes T-Shirt. Aber es gibt immer noch Kunden. Von Bayern und Sachsen kommen sie in die Städte hinter der Stadtgrenze.

Hier werden billige Tabakwaren, Benzin und Geschlechtsverkehr gekauft. Dadurch bleibt mehr Raum für Sexualität, Gewalttätigkeit und Mißhandlung. Sie ist auf der Straße, seit sie 16 ist. Als ein Verehrer kommt, handelt sie den Verkaufspreis mit ihm aus. Sie sagt, die deutsche Männerwelt will oft ohne Kondom auskommen. Was die Kunden in Deutschland wollen, entscheidet Lucias Wirken.

Der Straßenarbeiter Peter Sander* startet auf der deutschsprachigen Grenzseite im sachsischen Plauen um 8:30 Uhr. Nach dem Zigarettenkauf nimmt er seinen tschechischen Kollegen auf der anderen Straßenseite mit. Wöchentlich einmal pro Tag geht es entlang der Landesgrenze nach Teplice.

Sie arbeiten für Karo, eine von Spenden finanzierte Organisation, die sich gegen die geschlechtliche Misshandlung von Mädchen im Grenzraum einsetzt. Ähnliche böhmische Einrichtungen sind im Grenzraum kaum tätig. In Chomutov gehen die Damen am Strassenrand zu ihrem üblichen Stand. Sie lagern sich mit gebrauchter Kleidung ein, die Sanders im Stamm hat, und wechseln die alten gegen neue aus.

Die Mehrheit der Tschechen sind drogensüchtig, so die Straßenarbeiter. Die injizieren Crystal Meth, ein Medikament, das ihnen 12 Std. am Strassenrand steht, ohne dass sie sich hungrig oder frierend fühlen. Schließlich werden die beiden mit Kondomen und weichen Tampons ausgestattet, die es den Damen erlauben, während dieser Zeit weiter zu arbeiten.

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