Hamburg und Hotel

Stadt und Hotel

Das YoHo - das junge Hotel ist der richtige Ort für alle, die die trendigen Viertel zuerst in einer Stadt erkunden möchten. Eröffnung: Hotel Tortue in Hamburg Von hier aus sieht man noch die riesige Baustelle, die seit Jahren für Unruhe in der Hamburgs City gesorgt hat. Der ideale Einstieg für das neu errichtete Hotel "Tortue" (französisch für Schildkröte), dessen Ziel es ist, Laisser-faire in der Hanse -Stadt zu errichten. Vorbildlich war das Hotel Paris ,Hôtel Costes'", erklärt Hoteldirektorin Anne-Marie Bauer, die das Vorhaben von Beginn an begleitete und "vier Jahre von der Ausgrabung bis zur Einweihung, zusätzlich in einem alten Gebäude", als "sportlich" bezeichnet.

Nun geht der Gast über einen violetten Bodenbelag die Treppe hinauf zur Belegetage des Hofes, die vom Axel-Springer-Platz, dem ersten Bau der Innenhöfe der Stadt, kommt. Auf 8500 qm bietet es 126 Zimmer, drei Kneipen und zwei Gaststätten. Im Foyer windet sich ein großer offener Feuerplatz, der auch mit violetten, runden Bänken gepolstert ist, immer wieder auf satte Rosensträuße; außerdem wurde von einem Parfumeur aus Paris für die "Tortue" ein dezenter Geruch speziell für das Hotel geschaffen.

Das Hotel erstreckt sich über fünf Stockwerke, das vierte und fünfte wurde auf dem bestehenden Bauwerk errichtet, das von David Chipperfield und Kuehn Malvezzi Architekten entwickelt und von den Architekturbüros Stephen Williams Associates und Agn Leusmann mitentwickelt wurde. Auf einigen der weitläufigen Gänge erinnert die Säule noch an das 1899 unter der Leitung des Hamburgischen Bauleiters Carl Johann Christian fertig gestellte Originalgebäude - er war unter anderem für das Kunstgewerbemuseum und das Wilhelm-Gymnasium mitverantwortlich.

Das Haus war zudem Hauptsitz der Hamburgischen Stadtverwaltung. Dies ist auch der englischen Designer in Kate Hume zu verdanken, die den Blick auf die Kneipen, die Eingangshalle und die Räume in violetten, blauen und roten Tönen eintauchte, viel Velours benutzte und manchmal die Wand mit Kunstleder bedeckte. Hume, der bereits die grösste Wohnung der Ellphilharmonie entwarf, fängt die teilweise imposanten Raumhöhen (4 m in den Räumen der ersten drei Etagen) mit graphisch gestalteten Tapete und Gardinen sowie Teppichböden ein, die sich im traditionsreichen Haus Jab Anstoetz in Bielefeld befinden.

"Dazu trägt auch die Tischleuchte in allen Räumen bei. Jetzt, in der ersten Phase des Hotelbetriebs, dribbeln nur noch Menschen aus den Aufzügen, an der Reception gibt es noch keine lebhaften Aktivitäten. Viele von ihnen halten dann in der neuen Brauerei des Hauses. Zusammen mit Anne-Marie Bauer und Marc Ciunis ist er das Management-Trio des Hauses und der dazugehörigen Küche (die Räume sind von der Ärztlichen Versorgung Niedersachsen angemietet).

"Wir planen unsere eigene Hotelboutique. Und bis dahin können Sie neue Pfade in Fahrtrichtung Edel-Meilen beschreiten - denn der Innenstadtplan muss dank der Innenhöfe umgestaltet werden. Man kann nun an der " Schildkröte " entlang flanieren, und zwar gleich von der Stadtteilbrücke bis zur Bleichenflotte und von dort bis zum Neuen Wall, eine wunderschöne Abwechslung.

Mit 22 Mio. EUR "verdoppelt sich unser geplantes Budget", räumt Ciunis ein. Es wurden 130 Mitarbeitende angestellt und für sie ein "Wohlfühlmanager", der "ausschließlich die Interessen der Besatzung wahrnimmt", sagt Ciunis, der über Sie mit allen Mitarbeitenden kommuniziert. Der Adel von "Tortue", der nach den Pariser Dandies des neunzehnten Jh. genannt wird, die in ihrer Freizeit uneingeschränkt die Schildkröte und damit ihren Wohlstand an der Leine benutzten, wird allmählich enthüllt.

Es gibt das unwahrscheinlich eingerichtete Lokal "Jin Gui", mit einem Spiegelzimmer mit Stahlinstallation unter der Zimmerdecke, die Sitzgruppe, in deren Bad man in einer Infrarotsauna Stress austoben kann, die zum Teil vom hamburgischen Einrichtungshaus Bornhold eingerichteten Friseursalons, in denen es mehr einem fürstlichen Wohnzimmer als einer Büroatmosphäre ähnelt.

Da hat eine kleine Einwohnerin ihr Zimmer in die Mitte gestellt, der Blick in den Hamburg-Himmel ist wunderbar. Allein die Stille in den Innenhöfen der Stadt ist nun zu Ende. Jetzt leben Sie in einem Haus wie Hamburg. Bienvenue " Schildkröte ".

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